Die Geschichte des Computers beginnt bereits im späten Mittelalter.
Damals wurden Menschen, die schwierige Kalkulationen aufstellten, Computer genannt.
Doch ich möchte Hier nicht die Geschichte des Computers erzählen, sondern von meinen Erfahrungen mit diesen Geräten berichten.

(Nachbildung des Z1 - 1936 von Konrad Zuse)
Gilt als erster mechanischer Computer.
 
Bereits als Kind hatte ich meine erste Spielekonsole. Klar, mit modernen PS4 darf man die nicht vergleichen, aber damals waren sie eben modern. 1982 kamen mit dem C64 die ersten Computer in die Wohn- und Kinderzimmer. Ich erhielt 1983 meinen ersten ATARI 800XL. Natürlich mit Floppy-Laufwerk und Datasette. Für teuere Spiel-Programme fehlte mir das Geld. Also mussten Programme aus Zeitungen abgeschrieben oder selbst programmiert werden.

Mit der Programmiersprache BASIC fing ich an. Später kam dann noch Assembler hinzu. Neben zahlreichen kleineren Spielen schrieb ich mir ein Memory-Spiel und auch eine komplette Textverarbeitung. Uiiiii was steckte da viel Arbeit drin. Während die Technik Fortschritte machte und immer bessere Computer in die Wohnungen kamen, blieb ich dem ATARI 800XL treu.

Erst im Jahr 2000 kaufte ich mir einen modernen PC.
Der Computer mit Monitor, Tastatur, Mouse, Drucker, Scanner und Web-Cam war schnell ausgepackt und verkabelt.
Doch wie sollte es weiter gehen ?
Neben den Geräten hatte ich 15 CDs erhalten und auf 7 stand
"Bitte legen Sie diese CD-Rom zuerst ein!"
Na super !!!
Ein Betriebssystem ist wichtig, dachte ich und deshalb kam diese CD als erste in den PC.
Nach mehreren Versuchen war Windows ME endlich installiert und der Computer lief.
Hurra !!!

Ich schaute mich auf dem Desktop um und klickte hier und klickte da. Ein Routenplaner ??? Ne, der gehört bestimmt nicht zu Windows und den brauche ich auch nicht. Also wurde das Programm gelöscht. Recht wahllos löschte ich alles was mir nicht gefiel und der Papierkorb füllte sich schnell. Nach etwa zwei Stunden ging gar nichts mehr. Es wurden nur noch Fehlermeldungen angezeigt.

Langsam dämmerte es mir. Der PC war eigentlich komplett vorinstalliert und ich hätte ihn nur einschalten müssen. Mein Löschen war auch nicht wirklich gut gewesen. Jetzt musste der PC wirklich komplett neu eingerichtet werden.
So ein Mist !
Ohne fremde Hilfe dauerte es etwa 6 Wochen bis der Computer wieder ordentlich lief. In dieser Zeit habe ich viele graue Haare bekommen, aber ich habe auch viel über Computer und das Installieren von Software gelernt. Heute zerlege ich einen PC in seine Bestandteile, baue sie wieder zusammen, installiere die gesamte Software und am Ende läuft der Kasten.

Mit dem PC lernte ich dann auch das Internet kennen.
Bei Yahoo gab es damals einen Chat. Es machte wirklich Spaß sich dort mit anderen Menschen zu unterhalten. Aus einer Liste vorformulierter (Emotionen) Sätze konnte man einen auswählen und diesen ohne viel zu tippen in den Chatraum schreiben. Mit minimalen HTML-Kenntnissen konnte man in diesen Sätzen die Schriftart ändern und dann Bildchen aus Webdings einfügen.
So entstand das

Ich erzeugte weitere bebilderte Emotionen und präsentierte sie im Chat. Die meisten der anderen Chatter waren begeistert und wollten diese Sprüche unbedingt auch haben.

Um diese Sprüche zum Download anbieten zu können musste eine Homepage her. Starthilfe bekam ich von einem Arbeitskolegen. Er zeigte mir die ersten Schritte für eine eigene Homepage und gab mir auch den Rat tresemer.de für mich zu registrieren. Eine bessere Emailadresse wie den eigenen Namen (rudi@tresemer.de) gibt es wohl nicht. So entstand neben der Webdings-Seite auch meine private Homepage.

Webdings-info wurde richtig berühmt. Nahezu jeder im deutschen Chat von Yahoo nutzte meine bebilderten Emotionen. Ein Mal wurde ich von einer Person in einen Chatraum eingeladen. Man stellte mich extra als den Macher der bebilderten Sprüche vor. Ich war eine Art Ehrengast in diesem Chatraum.
Von Andy Warhol stammt der Spruch
"In Zukunft wird jeder 15 Minuten berühmt sein."
Dies waren meine 15 Minuten. Ich fühlte mich wie ein Star. blush
Leider wurde der Chat bei Yahoo irgendwann aufgelöst und das war auch das Ende für meine Webdings-Homepage. Zu meinem Glück hatte ich in diesem Chat meinen Engel Brigitte kennen gelernt.

Über diverse Spieleseiten kam ich im Oktober 2011 nach Facebook und lernte dort das Spiel Cityville kennen. Für Cityville gab es bereits ein paar wirklich gute Homepages und auch bei Facebook gab richtig gute Hilfegruppen zu diesem Spiel. Doch es gab auch noch eine geheime Seite an diesem Spiel und darüber sprach kein Mensch. In jedem Onlinespiel kann man mogeln. Man muss nur wissen wie es geht. Eine kleine Gruppe hatte für Cityville einen Bot entwickelt und damit konnte man in diesem Spiel wirklich zaubern. Offiziell nutze natürlich niemand dieses Programm, doch heimlich wurden es immer mehr. Mir gefiel diese Verlogenheit gar nicht. Wenn ich schon so einen Bot nutze, will ich auch dazu stehen und anderen Personen erklären wie es funktioniert. Ich will eben Klartext reden. So entstand meine Homepage Cityville-Klartext.

Dort gab es Anleitungen zu dem Spiel und eben auch zu dem Bot. Jeder, der es wollte, sollte den Bot nutzen können und das richtig. Sicherlich haben auch die Macher von Cityville das mitbekommen, doch es wurde ignoriert. Es wurden immer mehr Spieler, die mogelten. Im April 2015 wurde Cityville dann eingestellt. Vermutlich war auch der Bot schuld daran. Die Macher verdienten mit dem Spiel einfach zu wenig Geld.
Auch ich musste das Spiel wechseln und aus Cityville wurde SuperCity.

Logisch, auch in SuperCity kann man mogeln. Schnell fand ich heraus wie es geht und erstellte eine entsprechende Homepage mit Anleitungen. Doch in diesem Spiel wird Mogeln nicht ignoriert. Wer erwischt wird, bekommt eine lebenslange Sperre für das Spiel. Naja, auch ich wurde gesperrt. Mit einem neuen Account habe ich dann neu angefangen. Das Spiel ist eben richtig gut. Dieses Mal spiele ich ehrlich. Die Homepage SuperCity-Klartext gibt es noch immer. Sie ist sogar recht bekannt geworden. Nur die Anleitungen zum Mogeln sind verschwunden. Wer mogeln möchte soll es machen, aber niemand soll wegen meiner Anleitungen eine Sperre erhalten.

Während meiner Umschulung machte ich den ECDL-Schein
(European Computer Driver Licence)
und erhielt damit die offizielle Bescheinigung Computer nutzen zu können.
 
Meine private Homepage, die Sie ja gerade besuchen, wird in unregelmäßigen Abständen immer mal wieder aktualisiert. Ich weiß, dass sich nur wenige Besucher hierher verlaufen. Trotzdem macht es mir Spaß diese Seiten zu erstellen.
Am Computer probiere ich immer wieder neue Dinge aus.
Treten dabei Probleme auf, so gibt es ja das Internet wo ich Tipps finden kann.
Früher wurden meine Internetseiten mit dem Programm NetObjects-Fusion erstellt. Das ist kinderleicht und mit etwas Einarbeitung sollte es jeder schaffen können. In den letzten Wochen habe ich nun meine Seiten auf das OpenSource CMS-System DRUPAL umgestellt. Auch mit DRUPAL erscheint die Erstellung einer Seite recht leicht zu sein. Leider ist das nur auf den ersten Blick so. Immer wieder tauchen Probleme auf und die gilt es zu lösen. Naja, bis jetzt habe ich es noch immer geschafft. So bleibe ich wenigstens fit im Kopf und hoffe es auch noch lange zu sein.